isigatweiler

Prolog

Schuld war Hitler. Hätte der nicht den II. Weltkrieg angezettelt, wäre der Bauer Erwin Kaeß sr. im beschaulichen Isigatweiler geblieben, um seinen Hof zu bewirtschaften und für seine kleine Familie zu sorgen. Doch wenige Monate vor der Kapitulation wurde er eingezogen, um an der Ostfront fürs Vaterland zu kämpfen. Von dort kehrte er nicht zurück. Wo und wann er sein Leben gelassen hat, ist nicht dokumentiert.

1949 wurde er als vermisst gemeldet und 1952 für tot erklärt. Viktoria Kaeß, seine junge Witwe, musste das landwirtschaftliche Anwesen mithilfe von Verwandten über die Runden bringen, und Erwin Kaeß jr. und seine zwei Jahre ältere Schwester Luise wuchsen ohne Vater auf. Auf dem Bauernhof in dem winzigen Weiler am Rande des Allgäu, umgeben von Wiesen, Feldern, Obstbäumen und kleinen Wäldern. Für Besucher und Wanderer ländliche Idylle, für die Bewohner ein Ort der Arbeit und notwendiges Übel zum Überleben.

Zum Hören mit verschiedenen Sprecherinnen:
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